Workshop mit Daniel Schneider im Studio Barmbek

Workshop mit Daniel Schneider im Studio Barmbek

Relativ kurzfristig ergab es sich, dass ich den „Kleine Lichter mit großer Wirkung“-Workshop mit Daniel Schneider in Stefan Bäsmanns „Studio Barmbek“ besuchte. Wie sich aus dem Titel schließen lässt, ein Strobist-Workshop.
Daniels Bilder sind mir zum ersten mal 2010 während seines 365 Tage Projekts aufgefallen, und ich war damals schon sehr begeistert davon. Allerdings hielt ich ihn zu der Zeit für einen Amerikaner, weiß der Henker warum.
Durch die Workshopankündigung von Stefan stieß ich jedenfalls wieder auf ihn und verspürte den Wunsch, Daniel einmal kennenzulernen.

So quälte ich mich Samstagmorgen um sechs Uhr aus dem Bett, um nach Hamburg zu fahren. Nach einem kurzen Kennenlernplausch starteten wir zu sechst in den Workshoptag. Sinnvollerweise begann Daniel damit, alle Teilnehmer auf eine Wissensbasis zu bringen und erklärte erst einmal diverse Grundlagen, wie zum Beispiel das Zusammenspiel von Blende, Zeit, ISO und Blitzleistung. Der gefährlichere Teil war das Vorstellen und Besprechen von diversem Equipment sowie Lichtformern. Gefährlich aus dem Grund, dass meine Wunschliste wieder um einiges länger ist (und die der anderen Teilnehmer auch).

Nach einem kurzen Ausflug in die Methoden der Ideenfindung kam schließlich ein ausgedehnter Praxisteil. Wir begannen mit einem klassischen One-Light-Setup, welches Stück für Stück um weiter Blitze ausgebaut wurde. Neben Schirm, Softbox und nacktem Blitz wurden uns auch die Einsatzmöglichkeiten für Farbfolien, Waben und Snoots praktisch vermittelt.
Daniel legt viel Wert darauf, ein Foto direkt in der Kamera entstehen zu lassen. Das heißt, es wird soweit wie möglich versucht, durch Einstellungen an Kamera und Blitz, bzw. Änderungen am Lichtsetup, ein Ergebnis zu erzielen, dass nicht erst durch die Nachbearbeitung am Computer zum gewünschten Ziel führt. Ein durchaus wertvoller Ansatz, da er eine Menge Zeit spart.
Da wir uns natürlich noch festgequatscht haben, kamen wir auch erst weit nach 18 Uhr zum Ende. Leider verging der Tag viel zu schnell.

Fazit:
Wer in die Welt des entfeselten Blitzens einsteigen möchte, erhält mit diesem Workshop eine wunderbare Übersicht über die sich bietenden Möglichkeiten. Außerdem bekommt man mit Daniel als Referenten jemanden an die Hand, der das Thema sehr gut vermitteln kann und, zumindest an diesem Tag, alle Fragen beantworten konnte.

“So long, and thanks for all the fish…”

2 Comments

  1. Andreas
    20/02/2012 at 13:04 — Antworten

    Das Portrait mit dem rosa Hintergrund ist ja geil :). Wie habt ihr das den hinbekommen? Roten Hintergrund genommen und dann mit einem Snoot in der Mitte angeblitzt?

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